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Glossar Digitalisierung

Design Thinking

Design Thinking ist eine bekannte Methode, um zu Innovationen zu kommen also innovative Ideen zu generieren. Sie basiert auf einem kundenorientierten Ansatz, der in erster Linie die Anforderungen des Kunden lösen will. Dazu werden meist in Workshops unter Einsatz von Kreativitätstechniken Lösungsideen generiert und anschließend am Kunden verprobt.

Rapid Prototyping

Rapid Prototyping beschreibt einen Prozess, in dem eine Lösungsidee möglichst schnell in einen Prototypen verwandelt wird und dann basierend auf Kundenfeedback kontinuierlich weiterentwickelt wird (iteratives Vorgehen).

Agiles Arbeiten oder AGILE

Agiles Arbeiten beschreibt eine Arbeitsweise und Geisteshaltung, die von Flexibilität bzw. dem konstanten Anpassen an sich ändernde Umwelteinflüsse geprägt ist. Sie ermöglicht deutlich schnellere Ergebnisse und minimiert bei unsicherem Planungshorizont das strategische Risiko.

Iteratives Testen

Unter iterativem Testen versteht man das kontinuierliche Weiterentwickeln von Prototypen auf Basis von Kundenfeedback. Nach jeder Weiterentwicklung wird der Prototyp am Kunden getestet. Auf Basis des Kundenfeedback wird der Prototyp daraufhin angepasst und weiterentwickelt. Jede dieser Feedbackschleifen nennt man Iteration. Mit jeder Iteration verbessert sich der Prototyp schrittweise von einem Prototypen 1.0 über einen Prototypen 2.0 bis hin zu einem fertigen Produkt. Dabei werden die Kundenbedürfnisse immer in den Mittelpunkt gestellt. Im Lean-Startup-Kontext nennt man das iterative Testen auch den Bauen-Messen-Lernen-Zyklus.

Bauen-Messen-Lernen-Zyklus

Der Bauen-Messen-Lernen Zyklus (aus dem Lean-Startup-Konzept von Eric Ries und zu Englisch „Build-Measure-Learn“) beschreibt das iterative Vorgehen bei der Produktentwicklung: Baue schnell einen ersten Prototypen, messe die Wirkung des Prototypen auf Kunden, ziehe Rückschlusse aus dem Kundenfeedback und baue einen neuen Prototypen.

Value Proposition Design

Value Proposition Design ist eine Methode, um kundenzentrische Innovationen zu generieren.

Test & Learn oder Testen & Lernen

Test & Learn ist eng verwandt mit Rapid Prototyping. Es beschreibt den Prozess des schnellen Einholens von Kundenfeedbacks (auch nach der Prototypen-Phase) und des Lernens daraus. Dies beinhaltet auch das schnelle Einstellen einer Lösungsidee bei Misserfolg.

SCRUM

SCRUM ist eine Methode zur Planung und Durchführung von Softwareentwicklung. Ihr liegen die Prinzipien des agilen Arbeitens zugrunde. Sie wurde im AIM weiterentwickelt, um auch außerhalb der Softwareentwicklung maximal wertstiftend eingesetzt zu werden.

Lean Startup

Lean Startup ist eine Methode, die das Ziel verfolgt, die Entwicklungsgeschwindigkeit einer Lösungsidee bis zur Marktreife drastisch zu erhöhen. Sie vereint kundenorientiertes Denken bei der Ideengenerierung mit Rapid Prototyping und resultiert im Bauen-Messen-Lernen-Zyklus (Build-Measure-Learn).

Try & Fail

Siehe Test & Learn

Prototyp

Mit einem Prototypen lässt sich in kürzester Zeit der Kerngedanke einer Lösungsidee mit echten Kunden testen. Ein Prototyp kann unterschiedliche Ausprägungen haben und reicht von einer Papierskizze bis zu einer rudimentär programmierten App. Wichtig ist nur, dass er den Kerngedanken der Idee transportieren kann und nicht zu lange Zeit in der Entwicklung braucht, so dass man frühzeitig Kundenfeedback einholen kann.

MVP (Minimum Viable Product) zu Deutsch minimalfähiges Produkt (MFP)

Ein MVP ist der erste Prototyp, der marktreif ist. Das heißt, dass Kunden damit den Kerngedanken der Lösungsidee auch tatsächlich kaufen oder konsumieren können. Die Prozesse im Hintergrund oder Seitenaspekte der Lösungsidee können dabei noch unfertig oder nichtexistent sein.

AIM (Agiles Innovationsmanagement)

AIM ist ein Konzept, das agiles Arbeiten und Innovationsfindung kombiniert. Es vereint mehrere etablierte Konzepte, wie z.B. Design Thinking, SCRUM, oder Value Proposition Design und fokussiert auf die maximale Anwendbarkeit im Unternehmenskontext.

SCRUM-Board

Das SCRUM-Board kommt ursprünglich aus der Softwareentwicklung und dient der Organisation und laufenden Priorisierung von Aufgaben innerhalb von Teams. Es ist ein wichtiges Werkzeug im agilen Arbeiten.

Morgen-Meeting oder Standup-Meeting

In einem Morgen-Meeting werden die Aufgaben des SCRUM-Boards im Team durchgesprochen, neue Aufgaben verteilt, abgeschlossene Aufgaben entfernt und Aufgaben ggf. umpriorisiert.

Wegweiser-Landkarte

Die Wegweiser-Landkarte dient der Visualisierung des Priorisierungsergebnisses von einer Großzahl von Lösungsideen. Sie hilft bei der Planung des sequenziellen Abarbeitens der Lösungsideen.

WAS-Analyse

Die WAS-Analyse erarbeitet und gruppiert die Wünsche, Aufgaben und Sorgen einer ausgewählten Kundenpersona. Sie dient als Basis für die Generierung von Lösungsideen.

Tagesablauf-Analyse (TAA)

Die Tagesablauf-Analyse erleichtert das Verständnis einer ausgewählten Persona, indem sie den Bearbeiter veranlasst, sich in die Kundenpersona hineinzuversetzen.

Persona

Eine Persona ist ein archetypisches Beispiel eines Vertreters eines Kundensegments. Der Persona wird dabei meist ein Name gegeben, um sie greifbarer zu machen.